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Aus Café „Tarantel“ wird Jugendlounge „Phono“
Engagierte Jugendliche renovieren Offenen Treff – Bei der Einweihung gibt es zahlreiche Veränderungen zu bestaunen.
Die Idee ist 2009 bei einem Segeltörn in Holland entstanden: Auf den Weiten des Meers beschlossen Mitarbeitende des Evangelischen Jugendwerkes Tuttlingen das Jugendcafé „Tarantel“ zu sanieren. Jetzt endlich nach 2-jähriger Sanierungsphase ist das ehemalige Café als Jugendlounge „Phono“ wiedereröffnet worden.
Nach ihrer Rückkehr machten sich die Jugendlichen hoch motiviert ans Werk. Als erstes rissen sie die Verkleidung eines Stahlträgers ab. „Das war der entscheidende Moment“, erinnern sich die Hauptakteure Max Dinkelaker, Gustav Mattheis und Georg Melber. „Damit haben wir das Zeichen gesetzt: Die Renovierung geht los! Wir wollen jetzt loslegen!“
Doch das bestehende Leitungsgremium des Jugendwerkes mit Jugendreferent Helmut Nolte, sowie der Kirchengemeinderat stoppten zunächst das Vorhaben. Im Bauausschuss, sowie im Leitungsgremium des Jugendwerkes wurden mit einer strukturierten Planung begonnen. „Da taten sich plötzlich unüberbrückbare Hürden auf – in Form von Geld, den Brandschutzbestimmungen für Stahlträger“, erzählen Dinkelaker, Mattheis und Melber.
Nachdem einige der gesamt 22 Sponsoren (siehe Tafel) gefunden waren, durften die Jugendlichen weitermachen. Durch den Abriss des alten Getränkelagers gewannen die Räumlichkeiten etwa 15 Quadratmeter dazu, in denen eine weitere Sitzecke entstanden ist. Zudem schafften sie einen direkten Zugang zu den Toiletten.
„Wir waren mit unserem Latein, was Wände verputzen oder Ausgleichsestrich verlegen angeht, schnell am Ende“, gestehen Dinkelacker, Mattheis und Melber. „Ohne externe Hilfe wäre das nicht möglich gewesen.“ Als „optischen Leckerbissen“ bauten sie eine moderne Bar aus Holz und Plexiglas mit wertvoller Unterstützung von Holzbau Mattheis ein.
Bei soviel Veränderungen war klar, dass der Treff einen neuen Namen braucht. „Phono hört sich gut an und passt, weil wir viel mit Musik machen“ erklärt Melber seine Idee. Geplant sind Konzerte mit regionalen Bands und eventuell Auftritte bekannter Bands aus der Region.
Auch die bestehenden Angebote des Evang. Jugendwerkes und der Evang. Gesamtkirchengemeinde werden die neuen Räumlichkeiten Nutzen können. So wurde bereits der Konfirmanden -Unterricht der Stadtkirche mit Pfarrer Jens Junginger in die Jugendlounge verlegt. Jugendgemäße Gottesdienste sowie Konfi-Treffs kommen hinzu.
„Phono – ich hoffe das steht nicht nur für Konzerte, sondern auch für frischen Wind, den ihr in die Jugendlounge bringt“, wünschte sich Günter Braun bei der Einweihung. Der Vorsitzende der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde, kennt das Jugendcafé seit den Anfängen 1957.
„Es war ein anstrengender, aber auch lohnender Weg“, resümierten die Jugendlichen. Das sahen auch das Leitungsgremium des Jugendwerkes um Ulrike Irion, einige Kirchengemeinderäte, Jugendwerks-Mitarbeiter, das Landheim-Team, Stadtkirchen-Pfarrer Jens Junginger und Ehrenamtliche bei ihrem Besuch in den neuen Räumen im Untergeschoss des Evangelischen Gemeindehauses an der Gartenstraße 1 so. Musikalisch umrahmt wurde die Einweihung von Maximilian Martin (Trompete), Georg Melber (Klavier) und Simon Trommer (Schlagzeug).
Quelle: Gränzbote (Anika Luz)
Überarbeitet: Evang.Jugendwerk (Helmut Nolte)
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